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VOR- UND NACHTEILE: WARUM GIBT ES EIGENTLICH BRAUTJUNGFERN?

blumenkranz

Kein Wunder, dass Brautjungfern schwer im Trend liegen – sie machen auf den Brautfotos ja auch einiges her, oder? Doch ist das der einzige Grund, warum immer mehr Bräute ihre Freundinnen zu Brautjungfern küren? Erfahre mehr über diesen Brauch.

Ich liebe Hochzeiten. Und zwar nicht nur, weil es ein Fest für die Liebe ist und man zwei Menschen zelebriert, die sich das Ja-Wort geben. Eine sehr romantische Geste und natürlich finde ich es auch deshalb schön, auf Hochzeiten dabei zu sein. Doch eine Hochzeit heißt nicht nur, dass die vielen Gäste das Brautpaar feiern, sondern irgendwie auch, dass das Brautpaar die Gäste feiert. Freunde und Familie, die sie schon eine lange Zeit begleiten, unterstützen, füreinander da sind. Es ist ein Fest für alle. 

Mein schönster Moment auf Hochzeiten?

Ungefähr der um 2.00 Uhr nachts auf der Tanzfläche, wenn alle offiziellen Programmpunkte vorbei sind. Wenn der „harte Kern“ nicht genug bekommt. Der DJ spielt die alten Songs von früher. Die Braut bewegt sich auf der Tanzfläche als würde sie schweben, ihr Kleid ist dreckig, das Make-Up nicht mehr ganz perfekt und trotzdem sieht sie wunderschön aus. Der Bräutigam legt den Arm über die Schulter seines Trauzeugen und macht ihm lallend eine Liebeserklärung. Überall liegen Schuhe. Die Frauen tanzen barfuß und grölen zu 90er Hits. Die Männer rauchen eine Zigarre. Es liegt etwas sehr Unbeschwertes in der Luft. Etwas sehr Glückliches. Erinnerungen an damals. Liebe und tiefe Freundschaft. Der Moment, indem ich immer kurz innehalte und die Atmosphäre aufsauge.

Und jetzt kommen die Brautjungfern ins Spiel

Lange Rede, großer Sinn: Auf Hochzeiten werden auch Freundschaften gefeiert. Für eine Braut ist ihre Hochzeit auch oft eine Gelegenheit, ihren Freundinnen sagen zu können, dass sie mit zu den wichtigsten Menschen in ihrem Leben gehören und sie sie deshalb an diesem wichtigen Tag eng an ihrer Seite wissen möchte. Der Brauch ist dem Mittelalter entnommen: Im traditionellen Sinne waren sie dafür da, böse Geister von der Braut fernzuhalten. Sie ziehen sich am Tag der Hochzeit also hübsche Kleider an, um der Braut so ähnlich wie möglich zu sehen und damit böse Dämonen zu verwirren, abzulenken und zu vertreiben. Heute haben die Brautjungfern eine andere Bedeutung: Als Brautjungfer gekürt zu werden gilt als eine Geste der Freundschaft und besondere Ehre – ist aber auch mit einigen Pflichten verbunden. Brautjungfern helfen bei den Hochzeitsvorbereitungen, unterstützen die Trauzeugen und haben auch am Hochzeitstag einiges zu tun. Brautjungfern sind wie kleine hübsche Feen, die mit ihrem Zauberstaub die Vorbereitungszeit und den besonderen Tag noch schöner machen. Für die Braut sind sie nicht nur eine Erleichterung. Sie kann die Vorbereitungszeit und die Feier durch das Dasein ihrer Freundinnen noch mehr genießen.

brautjungfer warum

Die Auswahl der Brautjungfern: Wer darf Brautjungfer sein?

Die Braut wählt natürlich ihre Brautjungfern selbst aus. Meist sind es zwei bis fünf wichtige Freundinnen, die sie schon lange in ihrem Leben begleiten. Ganz traditionell ist eine Brautjungfer unverheiratet, aber diese alte Regel wird heute nicht mehr so ernst genommen. Die Braut sollte zudem darauf achten, dass das Verhältnis der zukünftigen Brautjungfern untereinander harmonisch ist und sich jeder von ihnen in dieser Rolle wohlfühlen würde – am Hochzeitstag erhalten diese schon sehr viel Aufmerksamkeit, was nicht für jede Dame der große Wunsch ist. Klassischerweise fragt daher die Braut ihre Freundinnen, ob sie denn ihre Brautjungfern sein wollen – und beschließt das nicht einfach.

Braucht eine Braut denn unbedingt Brautjungern? Die Nachteile.

Freundschaft, Liebe, Hochzeiten: Hach, das klingt alles zu schön um wahr zu sein. Aber braucht eine Braut denn unbedingt Brautjungfern? Nein, natürlich nicht. Sicherlich sind junge Damen in pastelligen Kleidern ein schönes Hochzeits-Accessoire, vertreiben böse Geister und können bestimmt in der Vorbereitung viel helfen. Aber es und bleibt eine Typsache. Nicht jede Braut benötigt überhaupt die Unterstützung. Nicht jede Braut kann sich entscheiden, welche von ihren Freundinnen sie nun zu Brautjungfern macht und welche nicht. Nicht jede Braut hat Lust, ihre Brautjungfern auch in der Organisationsphase bei guter (!) Laune zu halten.

Und umgekehrt? Nicht jede Brautjungfer möchte sich in ein pastelliges Kleid zwängen, das ihr nicht steht. Nicht jede fühlt sich mit der Aufmerksamkeit am Hochzeitstag wohl. Nicht jede Brautjungfer kann und möchte in der Hochzeitsvorbereitung mit eingebunden werden geschweige denn versteht die Aufregung um diesen einen Tag. Einladungskarten bastelt es sich mit zwei linken Händen nun einmal schlecht. Und nicht jede Brautjungfer hat überhaupt die Zeit, sich um den großen Tag der Freundin zu kümmern. Da ist Stress und Streit manchmal vorprogrammiert – erst recht, wenn sich die guten Feen untereinander nicht grün (oder besser: mint-farbend) sind. Das kommt leider häufiger vor als gedacht. Daher will die Auswahl gut bedacht sein.

Und falls doch kleine Zickereien entstehen – immer erstmal mit einer Flasche Prosecco starten 😉 

Cheers!

deine Jessica

 

 

 

 

PS: Wie ist deine Meinung zu dem Thema? Brautjungern oder nicht?

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